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Stattdessen sehen Sie hier Informationen des Landes NRW über die aktuell gültigen Verordnungen, der Stadt Mönchengladbach und der Verbraucherzentrale zu Corona.

 

Hier gibt es die Corona App.

 

Aktuelle Regeln und Verordnungen in NRW finden Sie hier.

 

Aktuelle Informationen zur Situation in Mönchengladbach finden Sie hier.

 

Richtig lüften gegen Corona

 

Keine Nähe, keine Gefahr?

Warum ist Lüften überhaupt so wichtig, um uns vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen? Solange wir Abstand halten, sollte doch keine Gefahr bestehen? Das stimmt leider nicht, wie aktuelle Studien ergaben. Denn der menschliche Atem enthält nicht nur Kohlendioxid, sondern auch sogenannte Aerosole. Das sind winzige Schwebeteilchen, die unsichtbar stundenlang in der Luft hängen können. Bei der Untersuchung der Luft in Zimmern von Covid-19-Patienten wurden an ihnen aktive Coronaviren gefunden – in einer Entfernung von bis zu fünf Metern!


Richtig lüften? Nicht so einfach!

Es ist also wichtig, die Raumluft regelmäßig durch Frischluft zu ersetzen. Das kann durch eine entsprechende Lüftungsanlage erfolgen. Oder ganz einfach per „Fenster auf“. Dabei sind zwei Faktoren zu beachten:

Art und Dauer der Belüftung
Häufigkeit der Belüftung


Wie sollten Sie lüften?

Stoßlüften ist besser als Kipplüften, weil in kürzerer Zeit mehr Raumluft durch Frischluft ersetzt wird. Zugleich kühlt der Raum dabei weniger aus. Das ist vor allem in den Wintermonaten wichtig. Zur Stoßlüftung öffnen Sie möglichst viele Fenster möglichst weit. Ideal ist ein gewisser Durchzug („Querlüftung“). Die Stoßlüftung sollte auch im Winter mindestens drei Minuten lang durchgeführt werden. Wenn Sie die Möglichkeit haben, einen Ventilator ins Fenster zu stellen, der die Raumluft ins Freie pustet, um so besser. Kipplüftung ist weniger effizient und kann nur ergänzend genutzt werden. Sie hilft vor allem dabei, die Raumtemperatur zu senken.
Wann sollten Sie lüften?

Die Zahl der Aerosole in der Raumluft lässt sich im Regelfall nicht abschätzen. Die Qualität von Raumluft wird mithilfe der sogenannten „Pettenkofer-Zahl“ angegeben: Je mehr ausgeatmetes Kohlendioxid im Raum, desto schlechter die Luftqualität und desto höher diese Zahl. Man kann davon ausgehen, dass mit der CO2-Konzentration auch die Zahl der (möglicherweise ansteckenden) Aerosole zunimmt. Werden 1.000 ppm („parts per million“, Volumenteile pro 1 Million Volumenteile) überschritten, wird das Lüften empfohlen, über 1.500 ppm wird es dringend empfohlen.

Allerdings sind die entsprechenden Messgeräte („Luftgüte-Ampeln“) nicht ganz preiswert. Deshalb können Sie alternativ die „CO2-App“ des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung nutzen (Info hier; Download für iOS hier, für Android hier). Mit der App lässt sich der ideale Lüftungsplan ermitteln und ein entsprechender Timer aktivieren. Die Berechnung erfolgt auf der Basis von Messungen an Schulen, ist aber nachweislich auf den Bürobereich übertragbar.
Gibt es Alternativen zum Lüften?

Manche Räume haben nur Kippfenster. Und ständig die Arbeit oder das Meeting zu unterbrechen, ist lästig. Auch Luftfilter können gegen Coronaviren helfen. Sogenannte „Hepa“-Hochleistungsfilter filtern auch kleinste Partikel und Viren aus der Luft. Ein entsprechendes Gerät muss ausreichend leistungsstark für den jeweiligen Raum sein. Wie gut solche Geräte vor einer Ansteckung schützen, ist derzeit allerdings noch nicht sicher bekannt.

Um regelmäßiges Lüften kommt man ohnehin nicht herum. Denn Luftfilter reinigen die Luft, ersetzen aber das ausgeatmete Kohlendioxid nicht durch Sauerstoff. Müde und unkonzentriert wird man also nach einiger Zeit trotzdem.


Frischluft allein reicht nicht

Nur durch Lüften oder den Einsatz von Luftfiltern lässt sich eine Übertragung von Sars-CoV-2 von einer erkrankten Person auf eine andere Person leider nicht generell verhindern. Deshalb sollten auch weiterhin die bekannten Schutzmaßnahmen berücksichtig werden, vor allem die Vermeidung direkten Körperkontakts, regelmäßiges Händewaschen sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, wenn das Abstandhalten nicht möglich ist.

https://magazin.dak.de/richtig-lueften-gegen-corona/

 

Corona: Welchen Schutz gibt es für Mund, Nase und Augen?

Stand:
 

Durch die Corona-Pandemie sind wirksame Mund-Nase-Schutzmasken schwer zu bekommen. Es gibt zahlreiche Anleitungen für selbstgemachte Masken. Die können eine Infektion nicht sicher verhindern, aber Infektionsmöglichkeiten mindern. Wir erklären, was man beim Tragen und Waschen beachten sollte.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ohne speziellen Filter kann kein Mundschutz Coronaviren aus Mund und Nase fernhalten.
  • Selbstgemachte Munde-Nasemasken helfen aber dabei, dass Feuchtigkeit aus dem Atem durch Niesen oder Husten nicht so weit in die Umgebung verteilt wird.
  • Wollen Sie Masken mehrfach verwenden, sollten Sie die Textilschicht möglichst nicht berühren und die Masken richtig trocknen lassen.
Textil-Mundschutz, Nähmaschine, Hände
 
Inhaltsverzeichnis
  • Einfache Textilmasken halten keine Viren ab
  • Masken mehrfach verwenden – aber richtig
  • Schutz von Augen und Händen ist ebenso wichtig

Soll man jetzt zum Schutz vor Coronaviren Atemschutzmasken tragen oder nicht? Die Frage ist nicht nur unter Fachleuten umstritten. Einigkeit herrscht aber bei den grundlegenden Regeln: Mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen einzuhalten, gründlich die Hände zu waschen (nach jeder Berührung von Flächen und Gegenständen außerhalb der eigenen vier Wände) und in ein Einweg-Taschentuch oder die Armbeuge zu niesen. Ausführlicher lesen Sie die Empfehlungen hier.

Filtermasken (wie man sie aus dem Baumarkt kennt) werden nach ihrer Durchlässigkeit für kleine Teilchen wie Staub oder Viren in drei Klassen eingeteilt: FFP1-Masken lassen am meisten durch (bis zu 22%) und FFP3 am wenigsten (bis zu 2%). Dazu müssen sie dicht an der Haut anliegen. Bei Bartträgern ist das oft nicht der Fall.

Einfache Textilmasken halten keine Viren ab

Im Internet werden FFP-Masken derzeit zu teils horrenden Preisen oder von Fake-Shops angeboten. In Krankenhäusern, Praxen und anderen medizinischen Einrichtungen werden sie dringend benötigt. Deshalb sollten sie in erster Linie für Menschen in medizinischen Berufen zur Verfügung stehen und nicht durch Käufe von Verbrauchern zusätzlich verknappt werden.

Einfache Textilmasken, die Mund und Nase bedecken, halten zwar keine Viren von Ihnen ab. Aber sie können die Gefahr einer Infektion anderer im Nahbereich verringern. Coronaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion weitergegeben, also über die Feuchtigkeit des Atems sowie beim Husten oder Niesen. Mit einer Maske können Sie die Menge ausgestoßener Feuchtigkeit verringern, weil sich diese im Stoff ansammelt.

Das bedeutet: Maskenträger können andere Menschen vor einer Tröpfcheninfektion schützen, falls sie selbst das Corona-Virus in sich tragen.

Außerdem unterbindet der Mundschutz das unwillkürliche Anfassen von Mund und Nase.

Masken mehrfach verwenden – aber richtig

Wenn Sie keine Einwegmasken bekommen, können Sie notfalls selbst welche nähen und mehrfach tragen, um Personen in Ihrer Umgebung z.B. beim Einkaufen zu schützen. Vor allem in sozialen Medien gibt es Anleitungen dazu. Dabei sollten Sie folgende Hinweise zur Handhabung beachten:

  1. Auch selbstgemachte Mund-Nase-Masken sollten mehrlagig sein und an den Rändern gut anliegen.
  2. Berühren Sie die Maske möglichst nur an den Bändern und nur mit sauberen Händen! Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Seife oder desinfizieren Sie sie vorher.
    Wenn Sie vom Einkaufen nach Hause kommen und alle möglichen Oberflächen berührt haben, waschen oder desinfizieren Sie zuerst Ihre Hände. Nehmen Sie dann die Maske ab und hängen Sie sie auf. Fassen Sie dabei nur die Bänder an. Hände danach nochmal waschen oder desinfizieren.
  3. Hängen Sie die Maske so auf, dass sie nichts berührt und gut trocknen kann. Gut ist beispielsweise ein Haken an einem Hängeschrank, sodass die Maske wirklich frei hängt. Bewahren Sie sie nicht in einem Behälter auf.
  4. Wie die eigene Zahnbürste sollte auch eine Mund-Nase-Maske mit niemandem geteilt werden. Markieren Sie Ihr Stück z.B. an den Bändern, damit Sie es erkennen.
  5. Die Innenseite bzw. die Filter sollten Sie am besten überhaupt nicht berühren. Beim Wiederanziehen fassen Sie die Bänder möglichst weit hinten an, legen das Gesicht in die Maske und befestigen die Bänder am Kopf.
  6. Falls die Innenseite mit Kontaminationen von außen verunreinigt sein könnte, Einwegartikel im Hausmüll entsorgen und (selbstgenähten) Mehrweg-Schutz aus Stoff bei mindestens 60 Grad Celsius mit normalem Voll-Waschmittel waschen.

Falls Sie Einweg-FFP-Masken oder Mund-Nase-Schutz wiederverwenden möchten oder müssen, sollten Sie sie nicht desinfizieren. Dadurch kann laut dem Robert Koch-Institut die Schutzwirkung beeinträchtigt werden.

Schutz von Augen und Händen ist ebenso wichtig

Es ist möglich, dass sich Coronaviren bis zu drei Tagen auf Türklinken, Haltegriffen, auf Möbeloberflächen oder auch auf Verpackungen hartnäckig am Leben halten. Um eine Übertragung durch Berührung von Oberflächen und Gegenständen zu vermeiden, ist es sinnvoll, wenn Sie außerhalb der eigenen vier Wände auch Augen und Hände schützen. Das Tragen einer Schutzbrille – auch der eigenen Brille – verhindert das Augenreiben und somit eine Kontaktkontamination der Augen. Handschuhe, am besten wasserundurchlässige, sind geeignete Hilfsmittel, um eine direkte Berührung von Oberflächen und Gegenständen zu vermeiden.

 

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