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Corona: Welchen Schutz gibt es für Mund, Nase und Augen?

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Durch die Corona-Pandemie sind wirksame Mund-Nase-Schutzmasken schwer zu bekommen. Es gibt zahlreiche Anleitungen für selbstgemachte Masken. Die können eine Infektion nicht sicher verhindern, aber Infektionsmöglichkeiten mindern. Wir erklären, was man beim Tragen und Waschen beachten sollte.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ohne speziellen Filter kann kein Mundschutz Coronaviren aus Mund und Nase fernhalten.
  • Selbstgemachte Munde-Nasemasken helfen aber dabei, dass Feuchtigkeit aus dem Atem durch Niesen oder Husten nicht so weit in die Umgebung verteilt wird.
  • Wollen Sie Masken mehrfach verwenden, sollten Sie die Textilschicht möglichst nicht berühren und die Masken richtig trocknen lassen.
Textil-Mundschutz, Nähmaschine, Hände
 
Inhaltsverzeichnis
  • Einfache Textilmasken halten keine Viren ab
  • Masken mehrfach verwenden – aber richtig
  • Schutz von Augen und Händen ist ebenso wichtig

Soll man jetzt zum Schutz vor Coronaviren Atemschutzmasken tragen oder nicht? Die Frage ist nicht nur unter Fachleuten umstritten. Einigkeit herrscht aber bei den grundlegenden Regeln: Mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen einzuhalten, gründlich die Hände zu waschen (nach jeder Berührung von Flächen und Gegenständen außerhalb der eigenen vier Wände) und in ein Einweg-Taschentuch oder die Armbeuge zu niesen. Ausführlicher lesen Sie die Empfehlungen hier.

Filtermasken (wie man sie aus dem Baumarkt kennt) werden nach ihrer Durchlässigkeit für kleine Teilchen wie Staub oder Viren in drei Klassen eingeteilt: FFP1-Masken lassen am meisten durch (bis zu 22%) und FFP3 am wenigsten (bis zu 2%). Dazu müssen sie dicht an der Haut anliegen. Bei Bartträgern ist das oft nicht der Fall.

Einfache Textilmasken halten keine Viren ab

Im Internet werden FFP-Masken derzeit zu teils horrenden Preisen oder von Fake-Shops angeboten. In Krankenhäusern, Praxen und anderen medizinischen Einrichtungen werden sie dringend benötigt. Deshalb sollten sie in erster Linie für Menschen in medizinischen Berufen zur Verfügung stehen und nicht durch Käufe von Verbrauchern zusätzlich verknappt werden.

Einfache Textilmasken, die Mund und Nase bedecken, halten zwar keine Viren von Ihnen ab. Aber sie können die Gefahr einer Infektion anderer im Nahbereich verringern. Coronaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion weitergegeben, also über die Feuchtigkeit des Atems sowie beim Husten oder Niesen. Mit einer Maske können Sie die Menge ausgestoßener Feuchtigkeit verringern, weil sich diese im Stoff ansammelt.

Das bedeutet: Maskenträger können andere Menschen vor einer Tröpfcheninfektion schützen, falls sie selbst das Corona-Virus in sich tragen.

Außerdem unterbindet der Mundschutz das unwillkürliche Anfassen von Mund und Nase.

Masken mehrfach verwenden – aber richtig

Wenn Sie keine Einwegmasken bekommen, können Sie notfalls selbst welche nähen und mehrfach tragen, um Personen in Ihrer Umgebung z.B. beim Einkaufen zu schützen. Vor allem in sozialen Medien gibt es Anleitungen dazu. Dabei sollten Sie folgende Hinweise zur Handhabung beachten:

  1. Auch selbstgemachte Mund-Nase-Masken sollten mehrlagig sein und an den Rändern gut anliegen.
  2. Berühren Sie die Maske möglichst nur an den Bändern und nur mit sauberen Händen! Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Seife oder desinfizieren Sie sie vorher.
    Wenn Sie vom Einkaufen nach Hause kommen und alle möglichen Oberflächen berührt haben, waschen oder desinfizieren Sie zuerst Ihre Hände. Nehmen Sie dann die Maske ab und hängen Sie sie auf. Fassen Sie dabei nur die Bänder an. Hände danach nochmal waschen oder desinfizieren.
  3. Hängen Sie die Maske so auf, dass sie nichts berührt und gut trocknen kann. Gut ist beispielsweise ein Haken an einem Hängeschrank, sodass die Maske wirklich frei hängt. Bewahren Sie sie nicht in einem Behälter auf.
  4. Wie die eigene Zahnbürste sollte auch eine Mund-Nase-Maske mit niemandem geteilt werden. Markieren Sie Ihr Stück z.B. an den Bändern, damit Sie es erkennen.
  5. Die Innenseite bzw. die Filter sollten Sie am besten überhaupt nicht berühren. Beim Wiederanziehen fassen Sie die Bänder möglichst weit hinten an, legen das Gesicht in die Maske und befestigen die Bänder am Kopf.
  6. Falls die Innenseite mit Kontaminationen von außen verunreinigt sein könnte, Einwegartikel im Hausmüll entsorgen und (selbstgenähten) Mehrweg-Schutz aus Stoff bei mindestens 60 Grad Celsius mit normalem Voll-Waschmittel waschen.

Falls Sie Einweg-FFP-Masken oder Mund-Nase-Schutz wiederverwenden möchten oder müssen, sollten Sie sie nicht desinfizieren. Dadurch kann laut dem Robert Koch-Institut die Schutzwirkung beeinträchtigt werden.

Schutz von Augen und Händen ist ebenso wichtig

Es ist möglich, dass sich Coronaviren bis zu drei Tagen auf Türklinken, Haltegriffen, auf Möbeloberflächen oder auch auf Verpackungen hartnäckig am Leben halten. Um eine Übertragung durch Berührung von Oberflächen und Gegenständen zu vermeiden, ist es sinnvoll, wenn Sie außerhalb der eigenen vier Wände auch Augen und Hände schützen. Das Tragen einer Schutzbrille – auch der eigenen Brille – verhindert das Augenreiben und somit eine Kontaktkontamination der Augen. Handschuhe, am besten wasserundurchlässige, sind geeignete Hilfsmittel, um eine direkte Berührung von Oberflächen und Gegenständen zu vermeiden.

 

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